Langeweile in der Elternzeit? Mein Mama Alltag!

Dienstag, Februar 27, 2018

 

Immer wieder werde ich gefragt: “Hast du nicht Langeweile in der Elternzeit?” Schließlich bin ich den ganzen Tag zu Hause und mache ja “nichts”. Ich kümmere mich nur um unser Baby und das bisschen Haushalt erledigt sich ja auch fast von alleine. Bevor unser Baby auf der Welt war, konnte ich wirklich nur erahnen wie sehr sich mein Alltag ändern wird. Mein kompletter Ablauf hat sich von Grund auf geändert. Noch vor einem Jahr war ich ca. 60 Stunden die Woche arbeiten, habe 5-6 Mal Sport die Woche Sport getrieben und war eigentlich ständig unterwegs. Heute gehe ich gar nicht arbeiten, kümmere mich dafür 24 Stunden um mein Baby, treibe aktuell 2x die Woche Sport und bin meist nur für ein paar Stunden außer Haus. Jeder Tag sieht bei uns anders aus. Ich nehme mir immer 1-2 Dinge vor, die ich an dem Tag erledigen möchte. Planen lässt sich mit Kind aber nicht alles. Mal schaffe ich wirklich gar nichts und es sieht in unserem Haus aus, als ob eine Bombe explodiert ist. An anderen Tagen schaffe ich vielleicht sogar 5 Dinge, die ich mir vorgenommen habe.

Um euch meinen Mama Alltag ein wenig näher zu bringen, erzähle ich euch einfach wie ein ganz normaler Tag bei uns aussieht. Nach einer guten Nacht, wo Nico vielleicht nur 2-3 Mal zum Trinken wach geworden ist, beginnt unser Morgen meist gegen 5-6 Uhr. Da wird Nico wach und fordert meine Aufmerksamkeit. Wir stillen, kuscheln und spielen ein wenig im Bett. Da er morgens eigentlich immer gut drauf ist, nutze ich die Zeit um mir fix einen Kaffee zu kochen und den unteren Teil des Hauses zu lüften. Währenddessen beschäftigt sich Nico mit dem Mobile, welches über seinem Bettchen hängt. Danach flitze ich ins Bad und erledige die grobe Katzenwäsche. Dabei tanze ich zwischen Bad und Schlafzimmer umher und rede viel mit meinem Baby. Danach gehe ich ins Schlafzimmer. Ziehe mich an und spiele parallel mit dem Kleinen.

Nun ist Nico an der Reihe. Er wird von mir gewaschen und für den Tag fertig gemacht. Wir machen einen Rundgang im 1. OG und durchlüften die Schlafzimmer. Im Anschluss gehen wir dann ins Wohnzimmer und spielen eine Runde. Nach ca. 2 Stunden ist der kleine Mann schon erschöpft und er braucht ein kleines Nickerchen. Während der schläft mache ich mir mein Müsli fertig und packe nebenbei unsere Tasche für den Pekip Kurs. Fast jeden Tag steht bei uns etwas an. Ob Krabbelgruppe, Krabbeltreff, Familie, Pekip oder Babyschwimmen. Nach ca. 20-30 Minuten wird Nico wieder wach. Wir stillen nochmal, spielen und fahren etwas früher los. Ich muss heute nämlich auch einkaufen fahren. Das Leergut habe ich bereits am Vorabend ins Auto gepackt. Meist machen wir einmal die Woche einen Großeinkauf. Ich plane unser Mittagessen für die Woche und versuche alles zu kaufen, was wir für diese Woche benötigen.

Beim Pekip haben wir wieder sehr viel Spaß. Nach Kursende stille ich Nico und wir machen uns auf den Heimweg. Gegen 12:45 Uhr trudeln wir wieder ein. Auf dem Rückweg schläft Nico meist. Normalerweise bekommt Nico seinen Mittagsbrei meist gegen 12:30 Uhr. Nach dem Pekip bekommt er ihn aber meist erst gegen 13 Uhr. Auf der Rückfahrt schläft Nico meist ein. Sobald wir wieder zu Hause sind muss ich mich beeilen. Während Nico noch ein wenig schlummert trage ich alle Einkäufe rein, räume die Tasche vom Pekip aus und erledige sonstigen Haushaltskram. Wenn ich Glück habe, schaffe ich es noch zu Essen. Da ich es nicht schaffe Mittag zu kochen, gibt es für mich meist Brot. Während Nico noch schläft, bereite ich auch alles für seinen Mittagsbrei vor. Nachdem Nico wach geworden ist und gegessen hat, verkrümmeln wir uns in sein Zimmer oder spielen eine Runde im Wohnzimmer.

Bei unseren täglichen Spielritualen versuche ich stets darauf zu achten, dass wir altersgerechte Spiele spielen. Von Wachstumsschub zu Wachstumsschub kann Nico immer mehr und diese Fähigkeiten möchten gefördert werden. Gegen 16 Uhr gegen wir noch eine Runde spazieren. Egal ob es regnet oder schneit, wir gehen wirklich jeden Tag raus. Nach ca. einer Stunde trudeln wir wieder zu Hause ein. Während Nico ein kleines Schläfchen von ca. 30 Minuten hält, begebe ich mich in die Küche. Das Mittag bzw. das Abendessen kocht sich schließlich nicht von allein. Wenn Nico wach wird, stille ich ihn zuerst und lege ihn auf seine Krabbeldecke mit etwas Spielzeug auf den Küchenboden. An manchen Tagen hat er da aber gar keine Lust drauf. Dann versuche ich alles vorzuschnibbeln, damit ich mit nur einer Hand weiterkochen kann. So schaffe ich es das Essen mit Nico auf dem Arm zuzubereiten.

Wenn der Papa pünktlich Feierabend macht, kommt er gegen 17:30 Uhr nach Hause. Nico freut sich riesig wenn der Papa nach Hause kommt und bekommt das Grinsen nicht aus dem Gesicht. Während die beiden eine Runde spielen, kann ich das Essen in Ruhe zu Ende kochen. Gegen 18 Uhr ist das Essen dann meistens fertig und wir essen gemeinsam am Tisch. Da Nico zur Zeit nur den Mittagsbrei isst, bekommt er seinen Löffel zum Kauen und etwas Wasser zum Trinken. Nach dem Essen, lassen wir erst alles auf dem Küchentisch stehen und spielen eine Runde mit Nico. Gegen 18:45 Uhr fängt Nico an sich die Augen zu reiben und wir bringen ihn ins Bett. Er wird bettfertig gemacht und bekommt sein abendliches zu Bett geh Ritual. Zur Nacht hin stille ich ihn noch einmal. Gegen 20 Uhr schläft Nico meist. Das Babyphone teilen wir uns dann auf. Je nachdem, wer das Babyphone hat, kümmert sich dann um Nico. Er wird meist noch 2-3 Mal wach und weint, bevor er in den Tiefschlaf fällt.

Wenn Nico dann ins Bett geht, kümmere ich mich um den Haushalt. Die Küche muss wieder geputzt werden. Wohnzimmer, Nicos Zimmer und überall, wo wir uns den Tag über aufgehalten haben, räume ich auf. Mein Mann und ich bequatschen zwischendurch die wichtigsten Dinge, die wir tagsüber erlebt haben. Gegen 21-22 Uhr setzte ich mich dann an meinem Laptop. Nun habe ich Zeit mich um meinen Blog, meinen Youtube Channel, mein Instagram Profil zu kümmern. Jeden Abend nehme ich mir vor gegen 22 Uhr ins Bett zu gehen, doch leider schaffe ich es nie. Gegen 22 Uhr möchte Nico wieder gestillt werden und schläft meist weiter. Gegen 24 Uhr schaffe ich es dann auch endlich ins Bett zu gehen. Und dann folgt die Nacht mit 1-2 Unterbrechungen.

 

 

Ich bin unglaublich gerne in unserem Haus und genieße die Zweisamkeit mit meinem Sohn. Niemals hätte ich mir meinen Alltag so schön vorstellen können. Natürlich ist es auch anstrengend. Jeder Wachstumsschub, jeder Zahn und jede Krankheit fordern meine ganze Aufmerksamkeit. Nichts desto trotz blühe ich total in meiner Mama Rolle auf. Ich bin so unendlich dankbar ein gesundes und aufgewecktes Baby zu haben. Alle Probleme, aller Sorgen sind mit nur einem Lächeln von Nico wie weggeblasen. Mama zu sein, ist das schönste, was ich bis jetzt erleben durfte. Nun die Frage: Langeweile in der Elternzeit? Die habe ich definitiv nicht. Ich würde mir eher einen 48 Stunden Tag herbeisehnen.

 

10 Responses
  • Saskia von The S Signature
    Februar 27, 2018

    Hört sich doch gut an. Ich glaube, dass eine frisch gebackene Mama auf keinen Fall unter Langeweile leidet. Eher unter zu wenig me-time oder we-time mit dem Partner (was ich jetzt einfach mal als normal unterstelle, weil ein Baby natürlich viel Aufmerksamkeit benötigt und die Eltern diese auch gerne schenken), oder?

    • Kristina
      März 30, 2018

      Genau so ist es. Wobei es einem selber gar nicht so stark auffällt, das die me- und we-time wegfällt. Man verbringt einfach zu gerne die ganze Zeit mit seinem Baby :-)

  • Jennifer
    Februar 28, 2018

    Das war ein interessanter Einblick. Langweile kommt im Hausfrauen- und Mutter Dasein ja sicher gar nicht auf, eher im Gegenteil, ein Baby braucht ja wirklich den ganzen Tag Aufmerksamkeit, da bleibt der Haushalt auch schon mal liegen. Ich bewundere alle Mamis wie sie das alles unter einen Hut bekommen. LG Jennifer von http://fashionistasfairytale.blogspot.de/

  • Isabella
    März 1, 2018

    Hallo meine Liebe,

    Ich glaube auch nicht, dass es einer Mama schnell langweilig wird, Hut ab, dass du schon so früh auf den Beinen bist. Das Mamadasein ist meiner Meinung nach viel anstrengender als ein normaler Job. Ich bewundere dich dafür, meine Liebe :-*

    Hab einen schönen Tag :-*
    Liebe Grüße
    Isa
    http://www.label-love.eu

  • Christine
    März 5, 2018

    Seit eine gute Freundin von mir ihren Sohn hat, sehe ich das mit der Zeit und dem Kind auch noch mal ganz anders und viel realistischer. Da merkt man dann erst mal, was es wirklich bedeutet, wenn sich ein Alltag komplett ändert.
    Also Langeweile kommt da echt nicht auf und Mamasein ist wirklich ein Fulltime Job.

  • Melina
    März 5, 2018

    Meine Liebe, bei dir geht es ja richtig ab. Du machst das sicher toll ♥
    Liebste Grüße, Melina
    http://www.melinaalt.de

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